Teil 2


(Grafik: Andreas Murner)

In den meisten Aktiven Regionen sind auch Sonnenflecken vorhanden. Sie zeigen meist eine andere Form und auch andere Details als im Weißlicht. Sind die vorhanden Magnetfelder stark genug und wird die Konvektion in tieferen Schichten dadurch beeinflußt, entstehen in der Chromosphäre u.a. Bereiche mit heißerem und dichterem Gas - Plages. In ihrem Umfeld ist meist auch eine körnige Struktur zu finden, sogenannte Grains. Plages und Grains unterliegen ständiger Veränderungen - während einzelne Grains eine Größe von 1-3" und eine Lebensdauer von 5-10 Minuten aufweisen, kann die Helligkeit, Form und Ausdehnung der Plages binnen 1-2 deutlich variieren.

Plages sind oft auch Vorboten und Ausgangspunkt eines weitaus helleren Phänomens: Flares


(Grafik: Andreas Murner)

Dabei scheint die Sonnenoberfläche regelrecht aufzureißen. Es handelt sich dabei um starke Energieausbrüche, welche über Minuten, sogar über Stunden aktiv sein können. Auch Flares werden durch Störungen von Magnetfeldern verursacht, was unter anderem bei stärkeren Flares wiederum zu einem Materieuswurf führen kann.
Video (Plages, Sonnenflecken, Grains, Fibrillen, Flare - 3,8MB, DivX)

Auch bei flarebedingten Materieauswürfen gibt es Unterschiede. Während bei Surges Materie explosionsartig ausgestoßen wird, diese aber innerhalb von Magnetfeldern "gefangen" bleibt und wieder zurückströmt( Video - Protuberanzen, Spikulen, Surge - 1,9MB, DivX ), wird bei einem Spray Materie noch erheblich schneller weggeschleudert, welche zu großen Teilen nicht wieder zurückfällt ( Video - Protuberanzen, Spikulen, Flare, Spray - 1,5MB, DivX ).

Flares werden je nach stärke der abgegebenen Röntgenstrahlung in verschiedene Klassen eingestuft - von "leichter Aktivität" der Klasse A über B, C und M zu sehr starken Ausbrüchen der Klasse X. Während die Klassen A bis M noch zehnstufig unterteilt sind (z.B. C-7), ist die Klasse X nach oben offen. So fand z.B. am 28.10.2003 ein X-17 Flare statt.

Ein relativ unscheinbares, und leider häufig überganges Detail sind die Fibrillen. Sie sind Bestandteil des Chromoshpärischen Netzwerkes, und am Sonnenrand als Spikulen zu sehen.

 

Teil 3

 

© Andreas Murner